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Die drei besten Bücher 2012

Die drei besten Bücher 2012 - höchst subjektiv ausgewählt und kurz besprochen, auf jeden Fall wärmstens empfohlen!  

Jugendbuch Kate de Goldi: Abends um 10 (ab 12, auch in der Bibo vorhanden!)

Frankie hat es gern ordentlich und vorhersehbar, so ist das Leben „bonga swetso“! Nichts geht ihm über Listen, Pläne, Routine – denn sie helfen ihm, seine innere Nagestimme in Schach zu halten, die ihm von Krankheiten, Naturkatastrophen, Terrorismus und sonstigen Unberechenbarkeiten erzählt. Wird sie zu laut, hilft ihm die Antwort seiner Mutter auf die allabendliche Zehn-Uhr-Frage. Eines Tages erschüttert die neue Mitschülerin Sydney sein kleines Universum, indem sie die einzig wichtige Frage stellt: warum verlässt seine Mutter nie das Haus?

Auch wenn dieses Buch streng genommen bereits 2011 erschien – es ist mit Abstand das beste Jugendbuch, das ich in diesem Jahr gelesen habe (und das waren ein paar). Der Protagonist, ein zwangsneurotischer Pubertierender mit Faible für Ornitologie und Grammatik, muss lernen, dass nicht alles im Leben planbar ist und man trotzdem einigermaßen gut damit leben kann. Ein Buch voll feinsten Humors, liebevoller Figuren und einer tragikomischen Handlung, die ohne große Knalleffekte und die üblichen Schablonen auskommt. 

Sachbuch Oscar Brenifier (Text)/Jacques Deprés (Illustration): Was, wenn es nur so aussieht, als wäre ich da? (ab 12)

Ein Buch, das wie ein Bilderbuch daherkommt und doch viel mehr ist! Kleine Männeken mit übergroßen Köpfen auf dünnen Körperchen versinnbildlichen auf anschauliche Weise zwölf philosophische Gegensätze. Das ist nicht nur geistig anregend, sondern auch optisch ein Genuss, denn das Auge philosophiert ja mit. So sah das auch die Jury des Deutschen Jugendliteraturpreis und hat dieses Buch dieses Jahr in der Sparte Sachbuch ausgezeichnet.  

Allgemeingut
Wendy Jones (Text)/Su Blackwell (Illustrationen): Mein Märchenwald – sieben zauberhafte Klassiker
(von der Wiege bis zur Biege)

Am 20. Dezember jährt sich das Erscheinen der ersten Ausgabe der Grimm‘schen Märchen zum 200. Mal. Anlässlich dessen gibt es derzeit unzählige Wiederauflagen und Neuadaptionen auf dem Markt. Weil sich die Texte wenig bis gar nicht ändern, sei dieses, mit Abstand am ungewöhnlichsten illustrierte Exemplar herausgegriffen. Schlösser, Wälder, Prinzessinnen und anderes mehr Erheben sich scherenschnittartig aus den Buchseiten. Da hat Su Blackwell mit Liebe, Detailversessenheit und Engelsgeduld geschnippelt, gefaltet, geklebt und schließlich abfotografiert, dass es eine Augenweide ist!


D.A.