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Bienvenido en Barcelona! Benvinguda en Barcelona!

Bei einem herrlichen Sonnenuntergang am "Fuente Màgica" sind unsere Schüler am Anreisetag in das spanische Leben eingetaucht.

Acht Millionen Menschen besuchen Barcelona im Jahr. Zwei Millionen leben hier sowieso schon. Da ist eine kleine Reisegruppe aus Norddeutschland schon gar nichts Besonderes mehr. Andersherum gilt dies jedoch nicht: Wir freuten uns schon wochenlang auf diese Stadt, für uns sollte die Reise allein wegen der ungewöhnlichen Zusammensetzung unserer Gruppe etwas ganz Besonderes werden. „Wir“, das waren nämlich 20 Mädels und Jungs aus den Spanischkursen der zehnten, elften und zwölften Klasse in Begleitung von Frau Liskow und Frau Kadolph. Die Idee, die Ferien einmal gemeinsam dafür zu nutzen, unsere Sprachkenntnisse vor Ort anzuwenden und die spanische Kultur hautnah zu erleben, bestand schon lange – Nun sollte der Plan endlich in die Tat umgesetzt werden!

Doch halt! Wollten wir nicht Spanisch sprechen? Warum wurden wir dann am Barceloneser Flughafen von Schildern begrüßt, die nicht nur in Spanisch und Englisch übersetzt waren, sondern auch noch in eine dritte Sprache, Catalán?!

Natürlich wussten wir, worauf wir uns eingelassen hatten: Barcelona ist zwar die zweitgrößte Stadt Spaniens, gleichzeitig aber auch die Hauptstadt Kataloniens, einer spanischen Autonomie mit eigener Kultur, eigenen Feiertagen, Nationalgerichten und Traditionen – Und eben einer eigenen Sprache! Das sollte uns allerdings keine Sorgen bereiten. Obwohl Katalonien erst im letzten Jahr Unabhängigkeitsbestrebungen von Spanien vermeldet hatte, kamen wir auch mit Spanisch überall gut durch! No hay problema!

Die Reise wurde von Anfang an ein Erfolg: Am Flughafen begrüßten uns nicht nur Palmen, sondern auch blauer Himmel und strahlender Sonnenschein. Gut, dass wir die Sonnenbrillen griffbereit im Handgepäck hatten! Das Hostel erfüllte alle unsere Wünsche: Modern, sauber, mit Tischkicker und Billiardtisch ausgerüstet – Über das Frühstück sehen wir einmal geflissentlich hinweg... Für Rührei, Kaffee und Brötchen sind eben doch eher die Deutschen bekannt!

Viel Zeit im Hostel verbrachten wir sowieso nicht, dafür gab es in Barcelona einfach zu viel zu sehen, zu erleben und zu entdecken! Denn die touristischen Highlights wollten wir uns natürlich auf keinen Fall entgehen lassen:

Viel Zeit verbrachten wir auf den Ramblas, der zentralen und wichtigsten Straße in Barcelonas Zentrum. Shopping, Entspannen an einer der vielen Brunnen, zum Beispiel am Plaza Catalunya aber auch Mittagessen, natürlich in der Boqueria, einer riesigen Markthalle mit hunderten Ständen voll von Obst, Käse, Nüssen, Süßigkeiten oder dem typisch spanischen jamón – All das konnte man entlang dieser Flaniermeile entdecken.

Bei bestem Wetter und bei bester Laune erkundeten unsere Schüler auf einem Stadtrundgang Barcelona und versammelten sich am Ende auf dem "Plaza Real".

Gut gestärkt und dank persönlicher Kontakte unter fachkundiger Leitung erkundeten wir in den nächsten Tagen el barrio gótico, das gotische Viertel, mit seinen verwinkelten Gassen. Keine Attraktion war vor uns sicher: Der Kolumbus, der mit seinem Zeigefinger weit über den Hafen Barcelonas Richtung Südamerika deutet, das ehemalige Fischerviertel Barceloneta mit angrenzenden Stadtstrand, einen Flamenco-Abend mit Tanzeinlage unsererseits und die Font Màgica, ein Springbrunnen, der mittels Musik, Licht und riesigen Fontänen eine Show für sich ist.  Und na klar, wenn man einmal in Barcelona ist, sollte man auf keinen Fall die Werke des wichtigsten spanischen Architekten verpassen: Der Park Güell und die Sagrada Familia, mit denen Antoni Gaudí ein unvergessliches Symbol für eine unvergessliche Stadt schuf.

Fünf Tage volles Programm – Viel haben wir gesehen und erlebt. Spanien, seine Sprache und Kultur sind uns ein gutes Stück näher gekommen. Traurig waren wir, als wir das gute Wetter, die netten Katalonier und diese tolle Stadt hinter uns lassen mussten. Aber wer weiß? Vielleicht war das ja nicht der letzte Ausflug auf die Iberische Halbinsel. Auch die kommenden Spanischkurse würden sich sicherlich über öftere Reisen in den Süden freuen – Barcelona können wir nur empfehlen! Und so verzichteten wir am Flughafen auf ein Adiós, sondern verabschiedeten uns mit einem „Hasta pronto Barcelona!“, einem Bis bald. Oder, wie der Katalane sagen würde: Fins Aviat, Barcelona!

Text: Jule Henschel, Klasse 11f
Bilder: Nele Hummel, Klasse 12f - Bildunterschriften: Maria Liskow und Christin Kadolph

in Gaudís Parque Güell
konzentriertes Zuhören bei der Führung in der Sagrada Familia
konzentriertes Zuhören bei der Führung in der Sagrada Familia
am Strand von Barceloneta